Projekt:

Entwicklung eines Wissensmanagement-Systems für das Luftfahrtcluster Metropolregion Hamburg, gefördert durch BMBF

Partner:

  • Hamburg Aviation Service
  • Airbus
  • Lufthansa Technik
  • Technische Universität Hamburg
  • Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
  • Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung GmbH
  • Helmut-Schmidt-Universität Hamburg

Projektbeschreibung:

Die räumliche Agglomeration von Produktionsfaktoren, Kompetenzen und heterogenen Wissensfeldern in regionalen Netzwerken (Clustern) bietet beste Voraussetzungen zur interorganisationalen Innovationsgenerierung, der Qualitätssicherung in und Harmonisierung von unternehmensübergreifenden Wertketten. Voraussetzung dafür ist ein kluger, umsichtiger Umgang mit der gemeinsamen Ressource Wissen. Das Luftfahrtcluster Hamburg Aviation setzt sich aus 300 kleinen und mittelständischen Unternehmen, den Kernunternehmen Airbus und Lufthansa Technik, dem Hamburg Airport, diversen Verbänden, Forschungseinrichtungen und mehreren Universitäten zusammen. Indem die Akteure ihr Wissen und ihre Ideen intelligent verknüpfen und miteinander kooperieren, können sie technologische Sprünge initiieren, die sowohl jedem Einzelnen als auch dem Cluster insgesamt Wettbewerbsvorteile verschaffen.
Interorganisationales Wissensmanagement stellt jedoch, im Vergleich zum Wissensmanagement im einzelnen Unternehmen, eine noch größere Herausforderung dar. Kognitive Distanzen zwischen den Akteuren müssen im Zuge der Zusammenarbeit überwunden werden, gleichzeitig muss ein gewisses Maß an Diversität (Heterogenität) erhalten werden, um das Innovationspotential und die Anpassungsfähigkeit des Clusters zu wahren und somit seine Lebensfähigkeit zu sichern. Zudem gilt es strukturelle Barrieren, wie beispielsweise die unterschiedliche institutionelle Einbettung der Akteure und die sich daraus ergebenden Konsequenzen oder die Angst vor dem Verlust wettbewerbsrelevanten Wissens, zu überwinden. Ein permanentes Oszillieren zwischen den Extremen Offenheit und Geschlossenheit begleitet daher die Zusammenarbeit im Cluster. Ein primär technisch orientiertes Lösungskonzept wäre in diesem Zusammenhang wenig zielführend und dient zunächst nur der Standardisierung von Abläufen, der Dokumentation von Verbundprojekten und der Schaffung einer gemeinsamen IT-Infrastruktur. Darüber hinaus soll der Wissenstransfer und die gemeinsame Wissensgenerierung aktiv gefördert werden, so dass lebensfähige Arbeitsgruppen etabliert werden, deren Projekte in neue Geschäftsmodelle überführt werden können. Das generierte Wissen erfährt auf diese Weise eine Verwertung, die gleichzeitig den Mehrwert für die Akteure reflektiert. Kern dieses sozio-technischen Systems ist es daher, die Akteure des Clusters dazu zu befähigen, Ideen und Handlungsfelder selbstständig zu gemeinsamen Geschäftsmodellen weiterzuentwickeln und schließlich in wertschöpfende Prozesse im Netzwerk zu transferieren.