Die Vorlesung Wertschöpfungssystematik wurde im Herbsttrimester 2015 erfolgreich zum ersten Mal durchgeführt. Die Studierenden haben sich mit dem Wandel von der industriellen Produktion hin zur Bottom-up-Ökonomie insbesondere in Form von Fallbeispielen auseinandergesetzt.

Den Studierenden sollte ein grundlegendes Verständnis für den Transformationsprozess von der industriellen Produktion hin zur Bottom-up-Ökonomie und den damit verbundenen Wechselwirkungen zwischen Produktionstechnik, Produktionstechnologie und Produktionswirtschaft vermittelt werden. Die Methoden, Systematiken und Theorien zur Einordnung neuer Wertschöpfungsmuster, -strukturen und -prozesse (Open-Source-Hardware, Open Design, Open Production, Open Innovation, Crowdsourcing, Crowdfunding, FabLabs) wurden innerhalb der Vorlesung vermittelt.

Die Vorlesung bot den Studierenden den nötigen Freiraum, eigene Ideen und eigene Wege zu erforschen. Die Studierenden entwickelten schließlich selbstständig neue Geschäftsmodelle. Die Vielfalt der Möglichkeiten, die andersartige Konzeption der Veranstaltung und die Offenheit im Umgang wurden divergierend wahrgenommen und von den Studierenden positiv bewertet.

Unter dem Begriff „Bottom-up-Ökonomie“ lassen sich Wertschöpfungsmuster zusammenfassen, die sich durch die fortwährende Globalisierung und die stets zunehmende informationelle Vernetzung manifestieren. Konzepte wie „Open Source Hardware“, „Open Design“ und „Open Innovation“ unterscheiden sich in ihrem struktur- und prozessbezogenen Charakter von der industriellen Produktion, da sie einer Logik der Offenheit folgen. Ziel ist es, die Untersuchung der Charakteristika dieser Wertschöpfungsmuster hinsichtlich ihrer Einflüsse auf die Produktentstehung, die Produktionstechnik und –technologie zu untersuchen.

 

Vorlesung Wertschöpfungssystematik für Maschinenbauer