Die Arbeitsgruppe Wertschöpfungssystematik am Laboratorium Fertigungstechnik fokussiert seine Forschung auf die Gestaltung und das Management von Wertschöpfungssystemen. Wertschöpfungssysteme sind autonome, lebensfähige Systeme, in denen unterschiedliche Akteure einem gemeinsamen Systemzweck -der Wertschöpfung- folgen. Wissensmanagement stellt eine wesentliche Kernaufgabe der Organisationsführung dar und ist daher eines der Forschungsfelder der Arbeitsgruppe.

In aktuellen Kooperationsprojekten mit der Industrie (z.B. Luftfahrtcluster Metropolregion Hamburg) und mit der Bundeswehr (BMVg, ENCOA) werden praxisrelevante Problemstellungen bearbeitet und wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlagen für das Management von Organisationen mit dem Ziel der Erhöhung der Wertschöpfung erarbeitet. Dabei werden ingenieur-, sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Aspekte systematisch integriert, um nachhaltige Lösungskonzepte zu entwickeln. Die operative Umsetzung von Maßnahmen wird wissenschaftlich begleitet.

Betrachtungsgegenstand sind unterschiedliche Organisationsformen von abgeschlossenen Unternehmen über Unternehmensnetzwerke bis hin zu „Communities“. Allen ist gemein, dass die Organisationsteilnehmer miteinander kooperieren, um gemeinsam einen Wert zu schaffen, der größer ist als die Summe aller Werte, die jeder Akteur allein schaffen kann.

Die grundsätzliche Auffassung besteht darin, dass sich die Systemgrenze eines Wertschöpfungssystems nicht zwangsläufig mit der Grenze der Unternehmensdomäne decken muss, sondern eine gemeinsame Unternehmens- und Kundendomäne (bzw. Stakeholderdomäne) existiert. Aus der Sicht einzelner (z.B. unternehmerischer) Akteure gilt es daher, ein Selbstverständnis als Akteur innerhalb des Wertschöpfungssystems zu entwickeln und den damit verbundenen Anforderungen durch adäquate Struktur- und Strategieanpassungen Rechnung zu tragen.

Ausgehend von praktischen Problemstellungen innovativer produzierender Unternehmen,  Unternehmensnetzwerken und Organisationen wurden im Rahmen verschiedener Projekte durch qualitative und quantitative Forschungsansätze erste Erkenntnisse über neue Wertschöpfungsmuster gewonnen, mit deren Hilfe die neue Logik der Wertschöpfungssystematik beschreibbar gemacht werden konnte. Dabei wurden der Grad der struktur- und prozessbezogenen Offenheit sowie der Umgang mit Wissen innerhalb solcher Wertschöpfungssysteme als relevante Problematiken identifiziert.

Aus theoretischen und empirischen Erkenntnissen wurde eine

Die theoretischen Erkenntnisse werden durch Ableitung von Handlungsfeldern für das Management von Organisationen operationalisiert. Im Rahmen zukünftiger Projekte besteht so die Möglichkeit, durch organisationsspezifische Adaption von Gestaltungs- und Erklärungsmodellen eine Vielzahl praxisbezogener Handlungsoptionen als Managementgrundlage und Orientierungshilfe bei der Gestaltung von Organisationsstrukturen und -prozessen in Form von Handlungsleitfäden bereitzustellen.

Weitere Informationen zum Thema Wertschöpfungssystematik finden Sie hier.